Kiko Argüello: getröstet und dankbar gegenüber dem Papst für seine Ermutigung (Vatican News)

Übersetzung des Beitrags von Debora Donnini: Kiko Argüello: consolati e grati al Papa per il suo incoraggiamento auf vaticannews.va am 20.01.2026

Am Ende der gestrigen Audienz bei Leo XIV. bringen der Initiator des Neokatechumenalen Weges zusammen mit Pater Mario Pezzi und María Ascensión Romero ihre Freude über die Begegnung im Vatikan mit den Verantwortlichen dieser weltweiten Erfahrung zum Ausdruck: „Unser Charisma der Evangelisierung empfinden wir nicht nur in einer Verbundenheit zu den Bischöfen, sondern auf besondere Weise auch zum Papst.“

„Um alle Itineranten zu ermutigen, die im Dienst der Verkündigung des Evangeliums stehen, wollten wir Papst Leo um seinen Segen bitten. Seine Worte waren nicht nur für die Itineranten, sondern für alle Brüder des Weges eine Bestätigung und eine Ermutigung“, kommentiert Kiko Argüello mit Freude und Dankbarkeit die Audienz mit dem Papst am gestrigen Vormittag, dem 19. Januar, im Vatikan mit den Verantwortlichen des Neokatechumenalen Weges. An der Audienz, die mit Applaus und einem Marienlied in der Aula della Benedizione begann, nahmen über tausend Personen teil: Unter ihnen Itineranten, Verantwortliche des Weges in 138 Ländern auf fünf Kontinenten, Rektoren der 115 Priesterseminare Redemptoris Mater weltweit und weitere Teilnehmer.

Kiko, Initiator des Neokatechumenalen Weges, bildet zusammen mit María Ascensión Romero und Pater Mario Pezzi das internationale Verantwortlichen-Team des Weges. Mit Carmen Hernández – für die derzeit in Madrid die diözesane Phase des Seligsprechungsprozesses läuft – begannen er Mitte der 1960er Jahre mit einer Gemeinschaft von Armen in den Baracken von Palomeras Altas in der spanischen Hauptstadt diese Erfahrung der Wiederentdeckung der Taufe. In all diesen Jahren wurde der Neokatechumenale Weg – dessen Statuten 2008 endgültig approbiert wurden – auch durch zahlreiche Familien, die mit ihren Kindern ihr Leben hingaben, um das Evangelium zu verkünden, in die ganze Welt getragen.

Vereint mit dem Papst

„Wir sind dem Papst sehr dankbar – sagt Kiko den vatikanischen Medien – für diese erste Audienz mit den Itineranten. Wir wollten alle Teams, die auf den fünf Kontinenten arbeiten, in die Hände Petri legen, denn unser Charisma der Evangelisierung empfinden wir nicht nur in einer Verbundenheit zu den Bischöfen, sondern auf besondere Weise auch zum Papst.“

Die Audienz fand am Ende von Exerzitien, einer „Konvivenz“, im Zentrum „Servo di Jahvé“ in Porto San Giorgio statt. Wie jedes Jahr wurden dort die Erfahrungen der Evangelisierung geteilt, die der Weg in über 6.200 Pfarreien von rund 1.408 Diözesen weltweit voranbringt, um die christliche Initiation zu fördern. Dieser ist ein Hilfsmittel für Bischöfe und Priester der verschiedenen Länder, um das Evangelium in der heutigen Welt zu verkünden. 

„Wir waren eine Woche– erklärt Kiko – nahe dem Heiligtum von Loreto mit den Itinerantenkatechisten aus den Ländern, in denen der Neokatechumenale Weg ist, und mit den Rektoren der Priesterseminare Redemptoris Mater versammelt, um darüber zu reflektieren, was Gott in den verschiedenen Nationen wirkt, und um Erfahrungen zu teilen. Wir haben uns zu Füßen der heiligen Jungfrau Maria gestellt, um ihr unsere Mission anzuvertrauen und sie im Heiligen Haus von Loreto zu bitten, uns zu helfen, unsere Aufgabe weiterzuführen: in den Pfarreien kleine Gemeinschaften wie die Heilige Familie von Nazaret zu bilden, die in Demut, Einfachheit und Lob leben.“
„Die Itineranten – fährt Kiko fort – bilden kleine Evangelisierungsteams aus einem Priester und zwei Laien oder einem Ehepaar, die in den Pfarreien helfen, die Erneuerung des Zweiten Vatikanischen Konzils durch das Charisma des Neokatechumenalen Weges voranzubringen.“

Der Initiator des Weges berichtet, welche Worte des Papstes ihn besonders berührt haben: „Einige Aussagen des Papstes – antwortet Kiko – haben uns besonders getroffen, darunter diese: Ihr habt ,das Feuer des Evangeliums dort entfacht, wo es zu erlöschen schien, und habt viele Menschen und christliche Gemeinschaften begleitet, sie zur Freude des Glaubens erweckt, ihnen geholfen, die Schönheit der Erkenntnis Jesu wiederzuentdecken, und ihr geistiges Wachstum und ihr Engagement für das Zeugnis gefördert.‘ Wir sind voller Freude hinausgegangen, getröstet durch die Worte des Papstes, der uns sagte: ‚Die Kirche begleitet euch, unterstützt euch und ist euch dankbar für das, was ihr tut.‘ Und er hat uns ermutigt, mit Begeisterung weiterzumachen.“

Pater Pezzi: der Priester im Katechistenteam

Auch Pater Mario Pezzi war bei der Audienz mit Leo XIV. anwesend: „Was mich besonders berührt hat – erzählt er – ist die vollkommene Kommunion, die wir mit dem Heiligen Vater verspüren, und das hat mich in seiner Ansprache sehr gefreut. Ich dachte an die Bedeutung jener Eingebung, die Kiko und Carmen hatten, Teams zu schaffen, die immer aus einem Priester und einem jungen Mann und einer jungen Frau bestehen oder aus einem Priester, einer Familie und einem jungen Mann, in denen die Gestalt des Priesters von Anfang an – schon in dem ersten Team, das sie mit mir bilden wollten – eine Garantie für die Kirchlichkeit des Neokatechumenalen Weges war. Von Beginn an spürten sie die Notwendigkeit, in den Teams einen Priester zu haben, sowohl um sich dem Papst als auch den Bischöfen vorzustellen: einen Priester als Garanten der Kirchlichkeit. Damals war ich verfügbar, weil ich die Erlaubnis meiner Oberen hatte, und so konnte ich nach Don Francesco Cuppini diese Mission mit Kiko und Carmen ausüben, die für mich ein Geschenk Gottes war.“

Der Papst sprach Worte des Dankes für die Familien, die alles verlassen – auch mit ihren Kindern – und in die Welt gehen, um das Evangelium zu verkünden. Heute gibt es auf dem Weg, rechnet man die 921 Familien in den missio ad gentes, die 722 Familien in Mission und die rund 300 Itinerantenfamilien zusammen, fast zweitausend Familien, die in die Welt ausgesandt sind. Pater Pezzi erklärt, warum es wichtig ist, dass es missionarische Familien mit Kindern gibt, und wie diese Erfahrung entstanden ist:

„1984 haben die Katechisten – vor allem aus Schweden, Finnland, Deutschland und Frankreich – bei einer Konvivenz über die Notwendigkeit einer Neuevangelisierung in diesen stärker säkularisierten Ländern gesprochen. In einer Audienz legte Kiko Papst Johannes Paul II. den Vorschlag vor, das Evangelium in den am stärksten entchristlichten Ländern Europas neu zu verkünden. Die ersten Familien gingen nach Finnland, nach Deutschland – Hamburg – und nach Straßburg in Frankreich.“
„Wenige Monate später – fährt er fort – nachdem sich die Nachricht verbreitet hatte, begannen viele Bischöfe, Familien in Mission und Teams mit einem Priester für die schwierigsten Gebiete der großen städtischen Peripherien wie Lima, Caracas usw. zu erbitten. Und sie baten den Papst um eine Mission ähnlich jener ersten drei in Nordeuropa. So dachten Kiko und Carmen auf Bitte einiger Bischöfe daran, eine Evangelisierung durch Familien zu beginnen, die von einem Priester begleitet werden. In diesem Zusammenhang entstand auch das Priesterseminar Redemptoris Mater in Rom. Der Papst sandte die ersten Familien zunächst privat nach Nordeuropa und später, 1988, bei seinem Besuch in Porto San Giorgio öffentlich in die Randgebiete der großen Städte. Es war eine Eingebung, die der Herr Kiko und Carmen schenkte: eine implantatio ecclesiae dort, wo sie nicht vorhanden war oder in Gefahr stand.“

Ascensión Romero: Wir haben uns von der Kirche geliebt gefühlt

„Alle Itineranten waren sehr glücklich – sagt María Ascensión Romero den vatikanischen Medien – sie haben oft applaudiert, wir alle waren voller Begeisterung und Dankbarkeit für diese erste Audienz mit den Verantwortlichen des Neokatechumenalen Weges in der Welt bei Papst Leo.“

Leo XIV. erinnerte in seiner Ansprache auch daran: „Euer Charisma ist spezifisch, aber es trägt Früchte in der Gemeinschaft mit den anderen Gaben, die im Leben der Kirche vorhanden sind“, und dass „die Erfahrung des Neokatechumenalen Weges zu leben und die Mission fortzusetzen, erfordert von euch auch eine innere Wachsamkeit und eine weise Kritikfähigkeit, um bestimmte Risiken zu erkennen, die im geistigen und kirchlichen Leben immer lauern.“
„Wir tragen alle Worte des Papstes im Herzen – betont María Ascensión Romero –, der uns zur Unterscheidung einlädt. Die Charismen, die Gott erweckt, sind Gaben des Herrn im Dienst der ganzen Kirche, der Einheit der ganzen Kirche. Die Worte des Papstes sind für uns ein Zeichen der Gemeinschaft.“
„Leo XIV. hat auch – fährt Romero fort – vom wertvollen Beitrag des Weges für das Leben der Kirche gesprochen, besonders für jene, die sich entfernt haben. Und der Papst sagte: Ihr bietet die Möglichkeit‚ eines geistigen Weges, auf dem sie die Bedeutung der Taufe wiederentdecken können, damit sie die empfangene Gnadengabe […] erkennen.‘ Er hat uns wunderbare Worte über die Evangelisierung gesagt, die der Weg voranbringt. Wir sind für diese Audienz sehr dankbar – wir haben uns von der Kirche geliebt gefühlt.“

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